Donnerstag, 7. November 2013

The Last Of Us

The Last Of Us.

Zombies sind in den letzten Jahren schwer in Mode gekommen. Salonfähig geworden, in Filmen und Spielen, durch die Spielereihe "Resident Evil", welche sich aber nach sechs Teilen und unzähligen Ablegern zu Tode gespielt hat, und andere Spiele es einfach nicht schaffen, dass eine gewisse Faszination von Zombies ausgeht. Mir käme da spontan noch die "Dead Space" Reihe in den Sinn, jedoch nur die ersten beiden Teile, der dritte Teil hat nichts mehr mit der Faszination an Zombies zu tun.
Es herrschte also an der Zombiefront eine Flaute, wobei man sagen muss, dass es bei Filmen und Serien deutlich besser lief. Filme, wie "World War Z", oder die Serie "The Walking Dead" feiern weltweit Erfolge.
Das Sony eigene Entwickler-Studio "Naughty Dog", welches bekannt für die fabelhaft inszenierte Spieleserie "Uncharted" ist, nahm sich das wohl zu herzen. Es entstand das Spiel "The Last Of Us".
Schon 2011 wurde dieses Spiel angekündigt, veröffentlich am 24. Juli 2013.
Ein Spiel, mit einer Endzeitthematik und dazu noch Zombies. „Das gab es doch schon so oft!“ dachten sich wohl einige, jedoch sollte sie eines anderen belehrt werden. 
Die Geschichte des Spiel ist simpel, doch in sich sehr komplex gestrickt und das zeigt, dass man nicht unbedingt eine total verquerte Geschichte braucht, um den Spieler an ein Spiel zu binden. 
Kurzfassung der Geschichte: im Jahr 2013 tritt eine Epidemie aus, die die infizierten Menschen zu Zombies mutieren lässt, die sich von noch lebenden Organismen ernähren. Zur Krankheit an sich muss man sagen, dass diese eine real existierenden Krankheit nachempfunden ist. Natürlich ist diese leicht abgewandt, doch im Grunde genommen entspricht die Krankheit dem Cordyceps-Pilz. Da die meisten nicht wissen, um was es sich handelt, hier, ein kleines Video: 

Für die Leute, die dem Englisch nicht so bewandt sind: 
Es handelt sich um einen Pilz, dessen Sporen die Tiere einatmen, darauf dieser Pilz dann das Hirn übernimmt. Die infizierten  Tiere werden durch den Pilz zu einer Stelle geführt, an dem es ideal für den Pilz ist. Dort bleibt das Tier und der Pilz wächst aus dem Tier heraus, wie in dem Video zu sehen. Dieser Pilz ist dem Pilz des Spiels nachempfunden und aus diesem Grund sehen die infizierten ein wenig anders aus, als Beispielsweise in Resident Evil.




Die Geschichte handelt nun von Joel, der die Welt noch vor Ausbruch der Epidemie erlebt hat und Ellie, die das „normale“ Leben nicht miterlebt hat. Es stellt sich heraus, dass Ellie immun ist und sie somit benötigt wird, um die restlichen Menschen zu retten. Diese Reise, quer durch die USA ist die komplette Geschichte. Was während der Reise erzählt, ist mehr als spannend. Man trifft viele einmalige Charaktere und es gibt auch einige Wendungen. Es lohnt sich allemal, dieses Spiel gespielt zu haben, da es viele actionreiche, ruhige, hektische und emotionale Momente gibt. Die Cutscenes sind ein Augenschmaus und auch der Rest des Spiel sieht sehr gut aus. Alleine die verschiedenen Licht- und Schatteneffekte des Spiels sind einzigartig. Die langsam verrottende Umwelt ist einfach nur einzigartig gestaltet und kein Schauplatz gleicht dem anderen. Die Mimik und Gestik der Figuren ist so glaubwürdig dargestellt, dass man sich direkt hineinversetzt in das Spiel fühlt und bei jedem Moment mitfiebert, was passiert und was darauf folgt. 
Jeder Kampf mit einem Clicker oder anderem Zombie wird zum Glückspiel: der Puls steigt, die Hände werden schwitzig. Eine falsche Bewegung und man ist Tod. Soll ich lieber leise vorgehen, oder doch mit der Schrotflinte einen nach dem anderen abknallen? Stell ich doch lieber eine Falle auf, dann schleiche ich mich an den anderen vorbei? 
Es gibt für jeden einzelnen Konflikt viele verschiedene Möglichkeiten diesen zu bewältigen, was natürlich auch sehr motiviert und man nicht nur à la Moorhuhn-Maniere einen nach dem anderen abschießt, sondern es ist von Nöten, seine Handeln gut zu planen. 
Das Ende des Spiels ist meiner Ansicht nach eines der stärksten Enden, die ich miterlebt habe. Kein Spiel hat einen solchen Effekt bei mir ausgelöst, wie „The Last Of Us“. Viele andere Berichten von ähnlichen Erlebnissen. Das ist es doch, was Spiele machen sollen! Nach dem Durchspielen muss man sich noch damit beschäftigen und darüber nachdenken. Wenn man es nicht spielt, muss man trotzdem darüber nachdenken, wie es weiter geht. Ähnlich wie bei einer Serie. Man möchte unbedingt wissen, wie es nun weiter geht. Das hat „The Last Of Us“ mustergültig geschafft. 
Bei einem Call Of Duty, oder anderem Spiele-Fast Food verhält sich das komplett gegenteilig. Knall, bumm bumm, Spiel ist vorbei. Nächstes. Kann sich noch jemand an das Ende von Call Of Duty XYZ, Teil 2345678 erinnern? Nein, da diese es nicht schaffen, den Spieler auf eine solche Art und Weise zu fesseln, wie es eben „The Last Of Us“ geschafft hat. Respekt an dieses Spiel. 

Ich empfehle es wirklich jedem, dieses Spiel zu spielen. Keine Sekunde davon werdet ihr bereuen.



Hier, noch die Hauptmusik im Spiel, welche euch ca. 20 Stunden begleitet, ihr euch aber nicht davon satt hören könnt. Ein kleines kommunistisches Meisterwerk. Alleine diese Stimmung, die alleine durch die Musik erzeugt wird, löst bei mir direkt Gänsehaut aus. 


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